Kleine
Trommel
Die kleine Trommel ist eine beidseitig mit Fell bespannte
Trommel mit Schnarrsaiten am Resonanzfell. Der Korpus
der kleinen Trommel besteht aus Metall (meistens Stahl
oder Messing). Je flacher und kleiner (im Durchmesser)
ein Trommel ist, desto schärfer und kürzer
der Klang. Die Felle werden straff aufgespannt mittels
meistens gezogenen Metallspannreifen und 8 bis 12 Stimmschrauben,
bei sehr alten Modellen mit Spannriemen.
Die kleine Trommel stammt ursprünglich aus der
Militärmusik und lässt sich auf das mittelalterliche
Tambour zurückführen, das meistens in Begleitung
einer Flötegespielt wurde.
In der Marschmusik wird die kleine Trommel mit Hilfe
einer Halterung links vor der Hüfte gehalten und
stehend bzw. marschierend gespielt.
Einfache Rhythmen sind auf der Kleinen Trommel leicht
erlernbar, weshalb sich das Instrument prinzipiell auch
für kleinere Kinder gut eignet. Auch ältere
Kinder, Jugendliche und Erwachsene können - ein
halbwegs gutes Rhythmusgefühl vorausgesetzt - ohne
langwierigen Unterricht mit ein bisschen Übung
schnell Erfolge an der Kleinen Trommel erzielen und
Musikstücke begleiten. Für das (semi-) professionelle
Spielen in Gruppen oder Orchestern ist natürlich
wie für jedes andere Instrument auch eine entsprechende
Ausbildung erforderlich.
Flöte (Trommelpfeife)
Trommelpfeifen (auch Querpfeifen genannt) sind klappenlose
Querflöten, die der Tradition der Spielleute und
des Militärs entstammen. Ursprünglich bestanden
sie aus Holz, heute überwiegend aus Metall. Das
Mundstück entspricht dem der Querflöte, besteht
jedoch aus Kunststoff. Trommelpfeifen waren seit dem
15. Jahrhundert bevorzugtes Instrument der Spielleute
und hatten zunächst sechs Grifflöcher. Im
19. Jahrhundert kam ein siebtes Griffloch hinzu, und
die ursprünglich zylindrische Bohrung wurde durch
eine konische ersetzt.
Trommelpfeifen werden angeblasen wie Querflöten.
Die Griffweise ähnelt jedoch mehr der Blockflöte.
Im Gegensatz zu letzterer werden die verschiedenen Oktaven
jedoch vor allem durch eine Änderung des Luftstromes
(schärferes bzw. sanfteres Anblasen) gespielt,
während die Griffe für entsprechende Töne
verschiedener Oktaven weitgehend identisch sind.
Trommelpfeifen haben einen Tonumfang von drei Oktaven
und klingen eine Oktave höher als die gewöhnliche
Querflöte. Neben der Sopran-Flöte gibt es
auch Ausführungen in den Lagen Alt, Tenor und Diskant.
Sie werden heute vorwiegend von Spielmannszügen
und ähnlichen musiktreibenden Vereinen eingesetzt.
Die Trommelpfeife ist leicht zu erlernen und eignet
sich deshalb auch als Anfängerinstrument.
Lyra (Glockenspiel)
Die Lyra ähnelt in seinen äußeren Umrissen
der griechischen Lyra. Sie besitzt jedoch statt senkrechten
Saiten 25 bis 27 waagerechte Klangplatten aus Metall,
die mit einem Hartgummi-, Holz- oder Kunststoff-Schlägel
angeschlagen werden. Bass-Lyren sind in der Regel mit
22 Klangplatten ausgestattet.
Es gibt Lyren mit einem Tonumfang von anderthalb bis
zwei Oktaven in den Stimmungen C, Ces und B.
Die Ausführungen reichen von einfach gestalteten
Rohrrahmen-Lyren bis hin zu aufwendig gearbeiteten und
schwereren Chor-Lyren, bei denen die Rahmenenden rechts
und links als Löwenköpfe gearbeitet sind.
Zur Verzierung der Lyra werden an die beiden Rahmenenden
bunte Kunsthaarschweife gehängt. Auf dem oberen
Endstück der Lyra befindet sich meist ein aufzuschraubender
Adler. Speziell für Kinder gibt es Lyraanfertigungen
mit dünnerem Rahmen.
Ihre hohe Stimmung ist sehr durchsetzungsstark und wirkt
im Zusammenklang mit Piccoloflöten besonders strahlend.
Große Trommel (Pauke)
Die Pauke hat im Gegensatz zu der kleinen Trommel keine
Schnarrsaiten am Resonanzfell. Sie wird mit einem einzigen
Filz-Schlägel gespielt. Die Pauke wird meist zusammen
mit den Becken geschlagen; beide zusammen geben die
Rhythmik der Spielmannsmusik an.
Becken
Ein Beckenpaar besteht aus zwei runden, leicht gewölbten
Scheiben aus einer Bronzelegierung. Sie werden an jeweils
einer Lederschlaufe gehalten, die in der Mitte eines
Beckens mit einem speziellen Knoten so befestigt ist,
dass das Becken nach dem Anschlag schwingen kann. Der
Anschlag erfolgt, indem die beiden Beckenscheiben gegeneinander
geschlagen werden. Die Becken werden meist im Zusammenspiel
mit der Pauke eingesetzt, wo sie mit ihrem extrem hohen
Klang einen Akzent zu dem Bassklang der großen
Trommel setzen.
|